Immer noch unter Schock stehen die drei Salesianer, die seit Jahren in Quetta, Pakistan, eine große Schule und mehrere Sozialprojekte für Flüchtlingskinder und Mädchen betreuen. In der Nacht vom Freitag stürmten acht bewaffnete Kämpfer das Wohnhaus der Salesianer Don Boscos. Eine Stunde blieben die Angreifer und bedrohten die drei Männer. Hinter vorgehaltener Waffe hetzten die Taliban gegen die Präsenz amerikanischer Soldaten in Afghanistan und gegen Ausländer in Pakistan.
Immer noch unter Schock stehen die drei Salesianer, die seit knapp Jahren in Quetta, Pakistan, eine große Schule und mehrere Sozialprojekte für Flüchtlingskinder und Mädchen betreuen.
In der Nacht vom Freitag stürmten acht bewaffnete Kämpfer das Wohnhaus der Salesianer Don Boscos. Eine Stunde blieben die Angreifer und bedrohten die drei Männer. Hinter vorgehaltener Waffe hetzten die Taliban gegen die Präsenz amerikanischer Soldaten in Afghanistan und gegen Ausländer in Pakistan. Sie durchwühlten das gesamte Haus und stahlen alle Wertgegenstände, darunter auch Altarschmuck und Tabernakel, sowie alles Bargeld. Zum Zeitpunkt des Überfall befanden sich Pater Julio aus Argentinien, Pater Erik aus Pakistan und ein enger pakistanischer Mitarbeiter, Rodrick, im Haus. Der Italiener Pater Zago, der die Don Bosco Einrichtungen in Quetta leitet, befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Ausland. Nach ihm wurde ausdrücklich gefragt. Die islamistischen Kämpfer sprachen die Warnung aus, dass sie wiederkämen. Sollten sich dann noch Ausländer auf dem Gelände befinden, würde sie diese töten.
Seit dem Überfall schlafen die Salesianer im Haus eines befreundeten Nachbarn, die Situation sei extrem angespannt. Andererseits betonte Pater Zago, der unverzüglich nach Pakistan zurückflog, das der Angriff nicht der Schule gegolten habe, sondern explizit „den Ausländern“. Im Don Bosco Learning Center gehen 1200 Kinder und Jugendliche zur Schule. Nachmittags finden Kurse für weibliche Analphabeten und afghanische Flüchtlingskinder statt. Pater Zago dazu: „Wir haben das Glück, großartige einheimische Mitarbeiter an unserer Seite zu haben, die den Unterricht und die Jugendarbeit im Geiste Don Boscos verwirklichen. Sollte die Arbeit für uns als Ausländer zu gefährlich sein, können wir uns auf sie verlassen. Es beruhigt mich außerdem, das der Angriff von anonymen Taliban von Gott weiß woher stammt und nicht aus Quetta selbst. Wir erfahren hier immer wieder viel Unterstützung von Eltern, muslimischen Verbänden und den lokalen Behörden. Aber, wir nehmen den Angriff sehr ernst.“
Mehr zu der Don Bosco Arbeit in Quetta erfahren Sie hier
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