Auf nach Übersee
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25 junge Menschen bereit für ihren Dienst in Entwicklungsländern.
Feierlicher Entlaßgottesdienst in St. Winfried.
Bonn, 08.07.2009 Vier intensive Tage liegen hinter Niklas, Kyara und Johanna. Die drei Abiturienten sind nun seit gestern offizielle "Don Bosco Volunteers" und werden ab August ein Jahr in einem Don Bosco Projekt Straßenkinder betreuen und mit Jugendlichen arbeiten.
Über 700 Bewerber hatten sich bei der Bonner Organisation „Don Bosco Volunteers“ auf die 25 Plätze in Indien, Paraguay, Benin, der Elfenbeinküste, Argentinien und anderswo beworben. "Wenn ich erzähle wo ich hingehe, müssen die meisten erst mal den Atlas aufschlagen" erzählt Kyara. Die 19jährige wird nach Ost-Timor gehen. Der südpazifische Inselstaat gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bonner Don Bosco Mission unterstützt dort Schulen und Berufsbildungszentren. Kyara wird in den Schulen als Hilfslehrerin arbeiten und einen Basis-Englischkurs abhalten. Vorfreude, Angst und Neugier liegen nah beieinander, wenn die jungen Menschen nun ausreisen. Drei Wochenendseminare in Berlin, Heiligenstatt und in der Eifel haben sie auf ihren Dienst im Ausland vorbereitet. Wichtigste Themen dabei: Kulturschock, interkulturelles Lernen und die spezielle Don Bosco Pädagogik. Der Leiter der Bonner Don Bosco Mission, Ordensbruder Jean-Paul Muller, betont die Bedeutung einer qualitativen Vorbereitung. Die Erfahrungen der letzen Jahre hätten gezeigt, dass viele Jugendliche mit falschen Erwartungen ins Ausland gehen. Der 19jährige Niklas aus Berlin kann es kaum erwarten endlich in den Flieger zu steigen. „Ich freue mich darauf in einen komplett anderen Kulturkreis einzutauchen. Sicher wird es ein spannendes Jahr für mich in Indien.“
Momentan sind die meisten noch im Vorbereitungsstress. Hannah (19 Jahre) hat sich in den letzen Tagen noch schnell an sechs Universitäten für Grundschulpädagogik beworben, um nach ihrer Rückkehr direkt durchstarten zu können. „Spätestens nach einem Jahr Hilfslehrerin in Chennai, werde ich wissen, ob das der richtige Job für mich ist,“ ist sich die Aachenerin sicher. Ein paar Tränen waren schließlich auch dabei, als die über 100 Gottesdienstbesucher schließlich das irische Segenslied anstimmten. Bruder Jean Paul Muller dankte den Eltern für ihre Bereitschaft „loszulassen“, was dem ein oder anderen sichtlich schwer viel. Das Engagement der jungen Menschen zeige die Lebendigkeit der Weltkirche und die Vielfalt gelebter Solidarität. Insofern seien alle, die an den Erlebnissen und Erfahrungen der jungen Menschen teilhaben könnten, miteinander in der Einen Welt verbunden.