Der Straßenmaler von Lima
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Schon als kleiner Junge liebte er die fröhliche und familiäre Atmosphäre im Don Bosco Jugendzentrum in Lima-Rimac. Hier wurde der Grundstein seiner heutigen Leidenschaft für Kunst gelegt. Dies ist die Geschichte von Daniel Manrique, einem aufstrebenden Maler und Straßenkünstler mit der großen Vision, mit seiner Kunst die Welt zu verändern.
Daniels Traum ist es, Lima in eine Stadt der Straßenkunst und Asphaltgemälde zu verwandeln, so wie Philadelphia in den USA. Man nennt ihn „El Mudo“ (den Stummen) weil er nicht viel spricht. Aber durch seine Malerei kann er seinen Gedanken Ausdruck verleihen. Daniel hat sich sein Können autodidaktisch angeeignet. Seine Präzision und seine Auswahl klassischer Kunst beeindrucken jedoch sogar Akademiker.
Daniel war bis zu seinem 15. Lebensjahr regelmäßig zu Gast im Don Bosco Jugendzentrum in Rimac, einem nördlichen Bezirk der Millionenstadt Lima. Hier entdeckte er sein Talent und fand gleichzeitig die optimalen Bedingungen, um es zu fördern. Ermuntert von den Salesianern Pater Cordero, Pater Cosme und vor allem Pater Martín Quijano entdeckte Daniel, dass seine Leidenschaft für die Malerei mehr als nur ein Hobby war. Im Don Bosco Zentrum besuchte er Kurse in Möbeltischlerei, Siebdruck und Gas/Wasser-Installation, die ihm halfen, seine Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Es folge der Besuch der Don Bosco Schule San Francisco de Sales in Lima, ein wichtiger Schritt, um seiner Berufung als Künstler zu folgen.
„Als ich dreizehn Jahre alt war, fertigte ich mein erstes Wandgemälde im Zentrum an. Ich malte Pater Ortiz Arrieta (erster peruanische Salesianer, 2003 in Rom selig gesprochen, Anm. d. Red.), später dann Mama Margarita und einige andere Gemälde. Pater Quijano wude auf mich aufmerksam und gemeinsam starteten wir eine Initiative, überall im Zentrum Boden- und Wandgemälde anzubringen.“
Heute ist Daniel Teil des Projektes „Ukupacha“, einer Gruppe von Straßenkünstlern. Sie kopieren die Werke großer Künstler auf die Straße, auf den Asphalt der Großstädte. Dadurch wird eine Kunstform geschaffen, die sich an alle Bürger wendet. „Durch unsere Bodengemälde kommen auch Menschen, die nicht die Möglichkeit haben ins Museum zu gehen, in Kontakt mit Kunst. Sie merken, was Kunst bedeutet und schätzen die Verschönerung des öffentlichen Raumes, in dem sie leben. Manchmal kommen Gruppen vorbei, denen ein Künstler die verschiedenen Bodenbilder erklärt. Das ist wie Kunstunterricht mitten auf der Straße.“
Im April wurden die Mitglieder von Ukupacha von der Stadtverwaltung Lima eingeladen, um auf der Außenseite des größten Platzes in Lima, dem Plaza Mayor, ihre Kunst auszustellen. Der Boden wurde mit Werken von klassischen Künstlern, z.B. Caravaggio, verziert.
Daniel verfolgt jedoch noch ein weiteres Projekt an seiner Schule Colegio San Francisco de Sales in Breña. An dieser Schule malt er seine Lieblingsthemen: Don Bosco und das Leben in den Jugendzentren. „Das Jugendzentrum ist mein Ausgangspunkt: hier lernte ich von klein auf, den anderen zu helfen. Don Bosco sagte immer: „Das bisschen, was man hat, muss man schätzen und den anderen helfen. Du brauchst nicht viel.“
Trotz der Enttäuschung, dass in Peru die Kunst nicht so geschätzt wird wie in anderen Ländern, hofft Daniel darauf, neue Anhänger zu finden. „Jetzt planen wir, verlassene Gebäude zu gestalten. Ich träume davon, alle Straßen und Orte, die hässlich sind, mit Wandbildern zu verschönern!“
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Das Don Bosco-Zentrum in Lima-Rimac
In Rimac, einem dicht besiedelten Armenviertel in Lima, betreuen die Salesianer ein Don Bosco-Zentrum mit einem Wohnheim für Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen sowie einem großen Berufsbildungszentrum.
Insgesamt 400 Jungen und Mädchen werden hier derzeit in 12 Berufszweigen ausgebildet, z.B. in Handwerk, Elektronik und Nahrungsmittelaufbereitung.
Am Wochenende finden im Jugendzentrum musikalische und sportliche Aktivitäten statt, und die Jugendlichen haben die Möglichkeit, das Internetcafé zu nutzen.
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