Zukunft schaffen, Gewalt stoppen!
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Seit dem Amtsantritt Hugo Chavez 1998 hat sich die soziale Lage des Landes deutlich verschärft. Venezuela ist zu einem der gefährlichsten Länder weltweit geworden. Mit der wachsenden Kriminalität steigen auch die Unzufriedenheit, Chancenlosigkeit und Risiken von Kindern und Jugendlichen. Gewalt ist allgegenwärtig geworden. Grundwerte erfahren einen steilen Verfall. In den Gemeinden gibt es oft keine Gesundheitsstationen, keine Schulen und auch kein Geld. Aus verzweifelten Eltern mit kranken bzw. unterernährten Kindern werden schnell zerrüttete Familien. Sie brauchen dringend Unterstützung. Don Bosco unterhält ein großes Netzwerk von Institutionen, die sich für Respekt und Toleranz statt Gewalt einsetzen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die Grundbedürfnisse der Kinder und Jugendliche: Ernährung, Bildung, Zuneigung. Nur wer Liebe erfährt, zur Schule geht und seine Mitmenschen respektiert, kann die Gesellschaft positiv verändern.
Explosion der Gewalt
Jahrelang galt das südamerikanische Land als relativ unproblematisch. Doch spätestens seit dem Amtsantritt von Präsident Hugo Chavez 1998, sind die innerstaatlichen Konflikte im Land explodiert. Heute ist Venezuela eins der gefährlichsten Länder der Welt. Man mag von Chavez populistischer Politik und seinem außenpolitischen Konfrontationsweg halten, was man will - fest steht, dass Venezuela und speziell die Hauptstadt Caracas seitdem ein heißes Pflaster ist. Pro Tag werden in dem Land mit 27 Millionen Einwohnern 44 Menschen getötet. Zum Vergleich: In Deutschland sind es etwa zwei pro Tag. Dazu kommen zahlreiche weitere Gewaltdelikte wie Totschlag und Entführung. Schon im Jahr 2006 bemängelten Deutsche Zeitungen die Lage der hoffnungslos überlastete Gerichtsmedizin in Caracas. Sie müsse sogar Obduktionen auf ihrem Parkplatz durch führen, weil Platz und Personal der Gewaltwelle nicht länger gewachsen seien. Die venezolanische Regierung ist mit der Situation völlig überfordert. Seit 2006 hat sie keine offiziellen Daten mehr zur Kriminalität veröffentlicht. Und so findet die Botschaft Gewalt als Problemlösung täglich mehr Legitimation.
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Kinder und Jugendliche ohne Lebensqualität
Die junge Bevölkerung des Landes ist durch die explosionsartige Zunahme der Gewalt besonders gefährdet. „Die zum Teil 300% Steigerung der Kriminalität ist eine direkte Auswirkung des allgemeinen Sittenverfalls“ so Pater Luciano Stefani, Leiter der Don Bosco Werke in Venezuela. Wo man auch hinsieht, ist das Klima im Land durchweg verdorben und voller Misstrauen. Die Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen werden nicht gedeckt. Gesundheit, Hygiene und Ernährung werden vernachlässigt. Auch das Bildungsniveau hat sich in den letzten zehn Jahren rapide verschlechtert. Schulabbruch, Drogenkonsum und Kriminalität sind alltäglich geworden. Moralische Werte wie Nächstenliebe, Respekt und Rücksichtnahme sind nicht länger erstrebenswert, denn nur Gewalt scheint etwas zu bewirken. Doch die Salesianer Don Boscos halten dagegen. In Venezuela sind sie schon seit über 100 Jahren tätig. In ihren Jugendzentren und Bildungseinrichtungen bemühen sie sich darum, diese Grundprinzipien zurückzugewinnen.
Liebe, Vertrauen und Respekt leben und lehren Don Bosco unterhält in Venezuela insgesamt 32 Jugend- und Sozialzentren, 17 Grundschulen, 11 weiterführende Schulen und 15 Berufsausbildungszentren. 1994 haben sich die Heime für Straßenkinder zu dem Netzwerk „Red de Casas Don Bosco“ vereint, um von Erfahrungen gemeinsam zu profitieren und unter einander zu kooperieren. Sie kümmern sich um Kinder und Jugendlichen in Risikosituationen. Die meisten Kinder in den Einrichtungen leben in extremer Armut, kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen und waren selbst Opfer von Gewalt. Für sie gibt es keine staatliche Hilfe. Deshalb bieten die Salesianer Don Boscos durch ganzheitliche Bildung und Zuneigung eine Alternative zu Straße und Kriminalität. Zum Beispiel im Don Bosco Haus „El Tigre“ in der nordöstlichen Region Anzoátegui. „El Tigre“ ist ein Kinder– und Jugendheim, in dem 25 benachteiligte und verlassene Kinder im Alter zwischen 7 und 18 Jahre betreut werden. Dort erhalten sie neben Bildungsmöglichkeiten auch Unterkunft und Verpflegung. In einer familiären Umgebung dürfen sie Kind sein und sich auf das Leben vorbereiten. Dabei legen Salesianer besonderen Wert auf die Vermittlung von Respekt, Toleranz und Solidarität. Hierfür besuchen die Jugendliche parallel zu den Schul- und Ausbildungsfächern einen besonderen Unterricht, der eine moralische Neuorientierung weg von der Gewalt bewirken will.
Ein großes Problem für die Kinder in dieser Region sind Krankheiten. Von staatlicher Seite erhalten sie keine Gesundheitsversorgung. Die Gemeinde verfügt, wie viele andere in Venezuela, über eine einzige Gesundheitsstation mit nur einem Krankenpfleger. Deshalb hat sich Don Bosco um Kooperationspartner bemüht und mit ihnen zusammen eine Krankenversicherung zunächst für 420 Straßenkinder eingeführt, darunter auch die Kinder in „El Tigre“. Den Kindern steht nun ein breites Netz kompetenter Ärzte zur Verfügung. Wenn sie krank werden, können sie schnell behandelt werden. Außerdem erhalten sie Vorsorgeuntersuchungen und eine individuelle Ärzteakte. All dies hilft beim Kampf gegen Kindersterblichkeit, Krankheiten und Unterernährung und sichert den Kindern eine bessere Entwicklung.
Für die Finanzierung der Häuser und der unersetzlichen Krankenversicherung aber fehlen Gelder. In Venezuela tätige NGOs sowie Don Bosco erhalten kaum Unterstützung durch die Regierung, was ihre Arbeit deutlich erschwert. Eine positive Veränderung ist zunächst nicht zu erwarten. Deshalb muss diese Arbeit mit Spenden finanziert werden. Ihre Unterstützung sichert den Kindern und Jugendlichen nicht nur Bildung und Betreuung, sondern ermöglicht auch Impfungen und Zahnärztliche Behandlungen.
Helfen Sie mit....
...für die Jugend dieser Welt!
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