Investition in die Zukunft
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In der Dreimillionen Stadt Pune im Westen des Landes leiden vor allem die Frauen und Mädchen unter der Armut und den traditionellen Kastenvorschriften. Pater Francis und seine Mitarbeiterinnen bauen in Selbsthilfegruppen das Ego der jungen Frauen auf. Sparprogramme und Kleingewerbe verschaffen ihnen nicht nur ein Einkommen, sondern Stolz und Achtung in der eigenen Familie.
Selbsthilfegruppen und Kleinkredite
In Yervada, einem der ärmsten Stadtviertel der indischen Millionenstadt Pune, unterhalten die Salesianer Don Boscos schon seit vielen Jahren eine Pfarrgemeinde mit einer Schule, die sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine solide Schulbildung bietet. Zu der Pfarrei gehört außerdem ein großes Jugendzentrum, das verschiedene Kurse, Workshops und Freizeitmöglichkeiten bietet.
2005 haben die Salesianer auf Wunsch von ehemaligen Schülerinnen damit begonnen, Frauen aus dem Viertel in Selbsthilfegruppen zu organisieren. Nach und nach wurden 22 Gruppen gegründet und in verschiedenen Bereichen geschult. Dabei ging es zunächst darum, das Bewusstsein für die Notwendigkeit bzw. die Vorteile von Selbsthilfegruppen zu vermitteln und einzelne Frauen für Leitungspositionen in den Gruppen auszubilden. Die Frauen sollten selber definieren, welche Themen sie in den Gruppen ansprechen wollten. Die schon existierenden Gemeinderäte, die oft eine Frauenquote haben, hatten sich als ungeeignet erwiesen. Gerade arme und ungebildete Frauen haben in diesen Gremien keinerlei Möglichkeit, drängende Problematiken einzubringen.
Starke Frauen gegen Armut
Die Selbsthilfegruppen trafen sich einmal in der Woche. Themen wie Frauen– und Bürgerrechte, religiöse Fragen, aber auch konkrete Hilfe in Bereichen wie Kindererziehung, Hygiene, Familieneinkommen und Konfliktlösung wurden behandelt. Die Nachfrage nach Plätzen in den Frauengruppen überstieg die Erwartungen. Die regelmäßige Teilnahme und die engagiert geführten Diskussionen bestärkten Pater Francis darin, die Anzahl der Gruppen zu erhöhen. Insgesamt soll die Zahl der Gruppen auf 35 erhöht werden. Neben dem Ausbildungsangebot werden die Frauen auch die Möglichkeit haben, Lesen und Schreiben zu lernen und Kenntnisse in Buchhaltung und Konfliktmanagement zu erwerben. Zusätzlich soll der Kontakt und Austausch mit anderen Frauengruppen und Netzwerken gefördert werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist auch ein Programm zur Einkommensschaffung für die Teilnehmerinnen. Die Erfahrung zeigt, dass von dem Einkommen einer Frau in der Regel die gesamte Familie profitiert. Bisher sind die meisten Frauen von ihren Männern abhängig und haben keine Möglichkeit, ein geregeltes Einkommen zu erwirtschaften. Durch Sparprogramme und Kleinkredite sollen die Frauen aus den Gruppen gemeinsam Ideen umsetzen, mit denen sie ein Einkommen erwirtschaften. Zum Beispiel eine Schneiderei oder die Produktion von Kunsthandwerk.
Im Rahmen des Projekts erhalten die Frauen technische Fertigkeiten aber auch Geld – um Zeitmanagement, Verhandeln und andere Fähigkeiten zu erlernen. Ziel ist es, dass die Frauengruppen selbstständiger werden und sich gegenseitig vernetzen. Gezielt werden sie dabei unterstützt, Kontakte zu Banken und Regierungsstellen aufzubauen und sich in der Öffentlichkeit für die Rechte von Frauen und Mädchen einzusetzen. An den Selbsthilfegruppen können zunächst 900 Frauen teilnehmen. Dadurch profitieren auch die Familien der Gruppenmitglieder und der gesamte Stadtteil von dem Projekt. Langfristig hilft dieses Engagement vor allem den Mädchen. Denn starke und selbstbewusste Mütter sind das beste Vorbild für junge Mädchen. Don Bosco Mission unterstützt Pater Francis seit vielen Jahren. Mit Ihnen zusammen engagieren wir uns
….für die Jugend dieser Welt!
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Unterdrückt und Ausgebeutet
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Frauen in Indien
Frauen sind in Indien die größte unterprivilegierte Bevölkerungsgruppe. Aus Angst vor späteren Mitgiftforderungen werden häufig Mädchen im Mutterleib oder unmittelbar nach der Geburt getötet. Auch bei der Ernährung, Gesundheit und Ausbildung ziehen Mädchen gegenüber ihren Brüdern meist den kürzeren. Frauen tragen durch Kindererziehung, Haushaltsführung, zu der auch oft eine Kleintierzucht und Nutzgarten gehört, und Erwerbstätigkeit eine besonders große Bürde. In der Familie und der Gesellschaft haben sie jedoch kaum ein Mitspracherecht. Wer einmal durch die indischen Dörfer gefahren ist, kann diese Diskriminierung sehen. Während die Frauen auf den Feldern in der Sonne arbeiten, vergnügen sich die Männer beim Würfelspiel und kauen Betelnuss. In manchen Gegenden dürfen Frauen nicht einmal einen Sack Reis ohne das Einverständnis ihres Mannes kaufen.
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Hier können Sie diese Projektinformation downloaden.
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