Für die Jugend dieser Welt!

Offene Türen - Angebote der Salesianer Don Boscos in Bolivien


Sozialer Aufstieg ist in Bolivien gleichbedeutend mit Abstieg. Zumindest wenn man in El Alto, der drittgrößten Stadt des Landes lebt. El Alto und La Paz sind Nachbarstädte. Obwohl nur wenige Kilometer von einander entfernt, liegen zwischen beiden über 1000m Höhenunterschied, knapp sechs Grad Celsius und soziale Welten. Geschützt in einem Talkessel liegend ist La Paz, mit seinem milden und angenehmen Klima und seiner kolonialen Vergangenheit, Anziehungspunkt für wohlhabende Bolivianer und Touristen. Je höher man fährt, desto ärmlicher werden Behausungen und Stadtbild. El Alto hat kein historisches Zentrum und keine glitzernden Ladenpassagen und doch wächst die Stadt unaufhörlich. Es sind arme Indiofamilien, die vor Problemen auf dem Land in die Stadt geflohen sind und hier auf ein besseres Leben hoffen. 72% der fast neun Millionen Einwohner des Andenstaats bezeichnen sich als Indios. Genauso hoch ist der Anteil der armen Bevölkerung im Land. Jahrzehntelang hatten sie trotz ihrer Bevölkerungsmehrheit kaum politischen Einfluss. Ihre Traditionen und Kultur wurde missachtet, den Reichtum des Landes teilte sich eine kleine Elite aus reichen Mestizen und Weißen. 40% der Bevölkerung sind extrem arm, d.h. sie leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag.

 

Die ländliche Not ist besonders groß. Hunger und mangelnde medizinische Versorgung machen den Menschen das Leben schwer. Ackerbau und Viehzucht sind fast nur im zentralen Hochland möglich. Der Hunger im ärmsten Land Südamerikas, schadet vor allem den Kindern. „Etliche unserer kleinen Patienten haben dauerhafte Schäden in ihrer Entwicklung aufgrund von Vitaminmangel und einseitiger Ernährung.“ so Pater Arturo. Der Salesianer leitet die Don Bosco Einrichtungen in San Carlos. Insgesamt haben die Ordensbrüder knapp 19 Niederlassungen verteilt über das ganze Land. Sie kümmern sich hauptsächlich um die Ausbildung verarmter Jugendlicher, um Straßenkinder und um Familien in Not.

Don Bosco Rehabilitationszentrum für unterernährte Kinder


Pater Arturo und sein Team werden dort aktiv, wo der Staat versagt. Weit über die Stadtgrenzen von San Carlos hinaus, kennt man das Don Bosco Rehabilitationszentrum für unterernährte Kleinkinder. Bis zu 30 ehrenamtliche Helfer versorgen hier mehr als 50 Kinder. Die kleinen werden aufgepäppelt und geimpft. Die Mütter, die bei ihren Kindern im Zentrum bleiben können, erhalten Schulungen in gesunder Ernährung und Hygiene. Denn Unwissenheit und Gedankenlosigkeit führen oft zu vermeidbaren Krankheiten. Tragisch ist, das viele der Kinder lebenslange geistige Behinderungen aufgrund ihrer Mangelernährung zurückbehalten. In solchen Fällen, ist es gut für die Eltern, sich vertrauensvoll an einen Seelsorger wenden zu können. Doch das Kinderkrankenhaus und die Rehabilitierungsstation sind nicht das einzige, was die Salesianer gemeinsam mit den Menschen zur Verbesserung ihres Alltags unterhalten. In der 12.000 Hektar großen Pfarrei gibt es  insbesondere für Frauen zahlreiche Kurse und Weiterbildungsangebote. Ein Wohnheim nimmt 52 Mädchen auf, die fernab ihres Dorfes eine Ausbildung machen. Brunnenprojekte verbessern die Trinkwasserversorgung.

Ein von den Salesianern betriebener Radiosender vernetzt die Dörfer  untereinander und vermittelt Bildung per Funk. Moderne Anbautechniken und landwirtschaftliche Schulungen verbessern die Ernten und sorgen für ein höheres Auskommen der Menschen. Die Konzentration auf Verbesserung der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft ist für die Bolivianer extrem wichtig, denn 80% der Menschen leben hiervon. Die schlechte Infrastruktur erschwert eine effiziente Vermarktung der Produkte. Außerdem sind viele Bauern Analphabeten und wissen nichts von verbessertem Saatgut, neuen Methoden der Schädlingsbekämpfung und alternativen Techniken.

Um dieses Problem langfristig anzugehen haben die Salesianer die  „Escuelas Populares Don Bosco“ gegründet. Es sind Grundschulen, Sekundarschulen und Berufsschulen die insgesamt knapp 80.000 jungen Menschen durch Bildung eine Perspektive verschaffen. Ein Fonds soll die langfristige Finanzierung der über 240 Schulen im ganzen Land sichern. Daneben werden Produkte aus den Landwirtschaftsschulen verkauft und die Werkstätten der Berufsschulen erwirtschaften ebenfalls einen Teil ihrer Kosten. Viele arme Schüler zahlen kein Schulgeld. Der Unterricht wird teilweise in Quechua, der Sprache der Indios, abgehalten.

 

Einige der Schulen widmen sich einer ganz speziellen Zielgruppe: > Straßenkindern

Straßenkinderheim Santa Cruz


DON BOSCO MISSION
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Die Straßen von El Alto


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In Bolivien helfen Pater Sabbadin SDB und seine Mitbrüder und Mitarbeiter, ungeachtet der sozialen und wirtschaft-lichen Probleme des Landes, Kindern und Jugendlichen in eine bessere Zukunft. Zahlreiche Schulen arbeiten dort wo der Staat seiner Pflicht nicht nachkommt.

Moderne Agrarschulen eröffnen neue Perspektiven in der Landwirtschaft. Gesundheitsprogramme unterstützen Mütter und Kleinkinder. Nachhaltige Sozialprogramme helfen Straßenkindern Schritt für Schritt zurück in ein neues Leben, ob in Cochabamba, El Alto oder Santa Cruz.

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So können Sie helfen:

10 Euro     versorgt ein Kind ein
                  Schuljahr lang mit Heften,
                  Stiften und Büchern.

30 Euro     kostet die Versorgung eines
                  Strassenkinds im Hogar Don
                  Bosco pro Monat.

290 Euro   deckt die Kosten für die
                  vitaminreiche  Aufbaukost
                  im Kinderkrankenhaus für
                  einen Monat.

 

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Projektreferentin Soraya Jurado kann

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