Für die Jugend dieser Welt!

Feuerwerk in Kinderhänden



Diwali – das Lichterfest ist in Indien ein Fest der Freude. Die Hindus Feiern mit vielen Lichtern und großem Feuerwerk den Sieg des Guten über das Böse, den Sieg des Lichts über den Schatten. Doch das Fest der Freude und des Lichts hat bittere und rabenschwarze Seiten.

Schuften für einen Hungerlohn

In Indien ist Kinderarbeit offiziell verboten. Doch in Sivakasi, der indischen Hauptstadt des Feuerwerks, schuften tausende Mädchen und Jungen für skrupellose Unternehmer – statt in die Schule zu gehen. Die meisten Kinderarbeiter und ihre Familien gehören zu den Dalit. Die „Unberührbaren“ haben in Indien die wenigsten Rechte und bekommen für harte Arbeit den geringsten Lohn. Darum müssen auch die Kinder arbeiten. Denn das, was ihre Eltern verdienen, reicht nicht zum Überleben. Denn buntes Feuerwerk
und Zündhölzer werden in Indien von Kindern hergestellt. Kinder, von denen viele keine zehn Jahre alt sind. Kinder, die tagein, tagaus Sprengpulver in kleine weiße Rollenfüllen. Mädchen und Jungen, die in dunklen Zimmern sitzen und mit ihren kleinen Händen in Akkordarbeit winzige Streichholzschachteln falten oder sie mit Zündhölzer befüllen.

Wissen stoppt Kinderarbeit


Die Salesianer Don Boscos schützen die Kinder vor Ausbeutung. Der Schlüssel dazu ist Wissen. Wenn die Kinder zur Schule gehen und lernen können, bekommen sie später einmal eine bessere Arbeit.

Veränderung braucht Zeit

Wir müssen die Eltern überzeugen, dass es besser ist, ihre Kinder zur Schule zu schicken, statt sie arbeiten zu lassen. Wir schildern ihnen, welche Chancen ihre Kinder und damit ihre Familien haben, wenn die Kinder lernen dürfen. Darüber hinaus suchen wir gemeinsam nach Lösungen, damit die Familien auch ohne die Hilfe ihrer Söhne und Töchter überleben können. Doch Veränderung braucht Zeit.

Hilfe für ein Leben ohne Ausbeutung


Wir Salesianer unterstützen ganz besonders die Kinder, die die Schule abgebrochen haben, weil sie arbeiten müssen. Wir bieten ihnen über drei Jahre Kurse an, die ihnen helfen, versäumten Unterricht nachzuholen. Achtzig von ihnen nehmen wir in unserem Zentrum auf. Hier bekommen sie ein warmes Bett, genug zu essen, liebevolle Aufmerksamkeit und die Chance, zu lernen. In Kursen bereiten wir sie auf die normale Schule vor. Weitere hundert Kinder kommen jeden Tag ins Zentrum, um für eine bessere Zukunft zu lernen.


Projektbeispiele

CESAM Weiterbildung jugendlicher Arbeiter in Belo Horizonte, Brasilien
CESAM-Arbeitsvermittlung/Personalleasing von Jugendlichen

Ein Zeichen der Aktualität und Lebendigkeit des Don Bosco Ideals ist in Brasilien mit dem Kürzel C E S A M (Centro Salesiano do Menor = Salesianerzentrum für Kinder und Jugendliche) verbunden. Vor dreißig Jahren ist im Salesianerb ...

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Fakten


Die meisten Kinderarbeiter gibt es in der Landwirtschaft (60%), in kleinen Betrieben und im Straßenverkauf


Ca. 26% aller Kinderarbeiter
verrichten Dienstleistungen


3-4 Mio. Kinder werden zur Prostitution gezwungen


250.000 Kinder sind als Kindersoldaten an bewaffneten Konflikten beteiligt.


Die meisten Kinderarbeiter gibt es in Asien mit mehr als 650.000, gefolgt von Afrika mit 205.000.


Fast 70% der arbeitenden Kinder müssen in Familienbetrieben arbeiten.


Ca. 6 Mio. Kinder müssen in „Schuldknechtschaft“, also als Kindersklaven, arbeiten.




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