FotoreportageMusahar in Indien

Obwohl in Indien das Kastensystem offiziell abgeschafft ist, geht die Kasten-Diskriminierung weiter. Die Musahar stehen im hinduistischen Kastenwesen noch unter den Dalits, den Unberührbaren.

Stigma Kaste

Das Kastensystem in Indien ist auch heute noch stark ausgeprägt. Die Kaste bestimmt über das Leben der Menschen. Personen hinduistischen Glaubens sind von der Geburt bis zum Tod an ihre Kaste gebunden. Im Kastensystem werden die Menschen in Gruppen eingeteilt, nach einer strengen Rangordnung. Nach der indischen Verfassung von 1950 darf kein Inder mehr wegen seiner Kaste diskriminiert werden. Doch bis heute geht die Diskriminierung weiter.

Geografische Ausgrenzung

Die Bevölkerungsgruppe der Musahar wird in Indien "Rattenesser" genannt. Die Musahar werden sozial ausgegrenzt und diskriminiert. Auch geografisch erfolgt die Ausgrenzung. Die Familien leben an Stadträndern oder in abgelegenen Dörfern. Viele sind im Bundesstaat Bihar im Nordosten Indiens angelsiedelt, einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens. Selbst die Ernennung von Jitan Ram Manjhi, einem Musahar, zum Ministerpräsidenten des Bundesstaates Bihar, konnte der Diskriminierung kein Ende bereiten.

 

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