Gewalt und Drogen

In den Städten Kolumbiens gehören Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben, zum Stadtbild. Sie werden kaum wahrgenommen, sind sich selbst und ihrem Schicksal überlassen. Viele von ihnen sind drogenabhängig und erleben täglich Gewalt.

50 Jahre Bürgerkrieg

Mehr als ein halbes Jahrhundert tobte ein blutiger Bürgerkrieg in Kolumbien. Fast 260.000 Menschen wurden in dem bewaffneten Konflikt getötet. Unzählige Jungen und Mädchen wurden als Kindersoldaten missbraucht. Der Guerilla-Krieg zwischen den linksgerichteten "Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) und der kolumbianischen Regierung wurde im Dezember 2016 mit einem Friedensabkommen beendet.

Corona verstärkt Gewalt

Das Abkommen war von dem damaligen kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos ausgehandelt worden. Die Corona-Krise hat zu einer Zunahme von Gewalt geführt. Im August 2020 wurden mehr als 30 Jugendliche in Cali brutal ermordet.Die Sorge ist groß, dass eine neue Gewaltspirale ausgelöst wird.