Rolltreppen gegen Ausgrenzung

Durch Seilbahnen und Rolltreppen sind die Armenviertel von Medellín jetzt besser mit dem Rest der Stadt verbunden. Die Menschen dort fühlen sich jetzt weniger isoliert und kommen einfacher zu ihrer Arbeit. Auch die Mordrate ist nachweislich nach dem Bau der Rolltreppen zurückgegangen.

Sozialer Urbanismus

Seit 2011 ist die Comuna 13 durch mehrere Rolltreppen – mit einer Gesamtlänge von fast 350 Metern – mit dem Stadtzentrum von Medellín verbunden. Die Bewohner des Armenviertels können so am öffentlichen Leben der Stadt teilnehmen. Sie fühlen sich nicht mehr ausgegrenzt und kriminelle Banden ausgeliefert. Viele Bewohner der Comuna 13 haben eine Arbeit im Zentrum gefunden.

Stadt im Wandel

Auch eine Seilbahn führt hoch hinauf  in die Armenviertel der Stadt. Es wurden Sportplätze, Schulen und öffentliche Bibliotheken gebaut. Der öffentliche Raum sollte nie mehr zum Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen werden. Die Menschen nutzen den öffentlichen Raum,machen Straßentheater, führen Tänze auf öffentlichen Plätzen auf und besprühen die Wände mit Graffitis. Die Kriminalität in Medellín ging durch den sozialen Urbanismus nachweisbar zurück.

 

Fotoreportage - Bild 5: Rolltreppen gegen Ausgrenzung