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Hungersnot im Südsudan

05/2017 Versorgung von Flüchtlingen geht weiter

Im Südsudan sind hunderttausende Menschen vom Hungerstod bedroht und wahlloser Gewalt ausgesetzt. Im Don Bosco Zentrum in Gumbo, nahe der Hauptstadt Juba, finden derzeit Tausende Schutz, medizinische Versorgung und Nahrung. Die Zahl der Geflüchteten wächst täglich und die Arbeit der Salesianer gestaltet sich immer schwieriger. Es herrscht ein extremer Versorgungsengpass.

 

Dank der Hilfe der Salesianer und der Unterstützer können Lebensmittelpakete mit Maismehl, Bohnen, Öl, Zucker und Salz an die Geflüchteten im Camp sowie 300 weitere Menschen in und um Gumbo verteilt werden. Darüber hinaus kann die medizinische Grundversorgung in der Einrichtung aufrecht erhalten werden.
Im Flüchtlingscamp in Gumbo leben vor allem viele Frauen und Kinder. Die Kinder erfahren ein Stück Normalität in ihrem Alltag, indem sie eine Schule im Camp besuchen können. Rund 1600 Schulkinder können eine Schule besuchen und erhalten eine tägliche Mahlzeit sowie Schulmaterialien. 

 

 


03/2017: Hundertausende Menschen vom Hungertod bedroht

 

Durch den andauernden Bürgerkrieg sind Hundertausende Menschen im Südsudan vom Hungertod bedroht. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) könnten bis zum Sommer 2017 rund 5.5 Millionen Menschen akut davon betroffen sein. Viele Kinder sind unterernährt und kämpfen bereits jetzt ums Überleben. Tausende von Menschen sind auf der Flucht- vor allem Frauen und Kinder.

 

Salesianer Don Boscos weiten Nothilfe im Südsudan aus

In den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos werden Tausende von Flüchtlingen versorgt. Don Bosco Bonn unterstützt die Arbeit der SDB seit dem Sommer 2016 mit einem Nothilfeprogramm.

 

Flüchtlinge und bedürftige Menschen aus der Region erhalten Lebensmittel,  Medikamente und werden mit Wasser versorgt. Die Menschen leiden an Unterernährung, Erschöpfung und chronischen Krankheiten. In den Gesundheitsstationen versuchen die Salesianer zusammen mit den Don Bosco Schwestern medizinische Hilfe zu leisten.

Hungersnot im Südsudan - Salesianer Don Boscos weiten Nothilfe aus. ©Don Bosco Mission Bonn

09/2016: Die Kämpfe im Südsudan gehen weiter - immer mehr Menschen sind auf der Flucht

 

Nach wie vor ist die Situation im Südsudan sehr dramatisch. Die Salesianer Don Boscos kümmern sich weiter um Tausende von Flüchtlingen. Es droht eine Hungersnot, denn aufgrund der Kämpfe liegt die Feldarbeit brach.

 

Mehr als 5.000 Menschen im Flüchtlingslager Juba

In der Hauptstadt Juba werden rund 5.000 Menschen v.a. Frauen und Kinder von den Salesianern mit Lebensmitteln versorgt. Diese Versorgung wird immer schwieriger, da inflationsbedingt die Preise immer weiter steigen- teilweise bis zu 800 Prozent.

Versorgung im Südsudan wird immer schwieriger

Auch in Wau, der zweitgrößten Stadt des Landes, werden 2.500 Flüchtlinge versorgt. Die Berufsschule der Salesianer kann weiter geführt werden. Am schlimmsten ist die Situation in Morobo. Die Gemeinde ist ganz im Süden des Landes gelegen und komplett von der Versorgung abgeschnitten. Zwei Salesianerbrüder sind vor Ort und können zu ihrem Leidwesen nicht mehr tun, als den Menschen zur Seite zu stehen. Alle Schulen sind geschlossen. Weder die Internationale Gemeinschaft (UN) noch die SDB können die Versorgung aufrechterhalten. Anlieferung von Hilfsgütern kann nur vom Nachbarland Uganda aus erfolgen.

RADIOINTERVIEW ZUM SÜDSUDAN

"Das Schlimmste ist, wenn Menschen sich unerwünscht fühlen", betont Dr. Nelson Penedo von Don Bosco Mission Bonn. So ergeht es etwa den Kindern und Jugendlichen im Südsudan.

 

Im Radiointerview erklärt der Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn, was die Salesianer tun, damit Flüchtlinge  in Würde leben können.

 

Jetzt anhören

Flüchtlinge im Südsudan ©Don Bosco Mission Bonn

Zelte wurden als Notunterkünfte im Flüchtlingslager aufgebaut
Kind steht vor einer Gruppe von Flüchtlingen in Afrika
Blick über das Zeltlager in Wau
Das Flüchtlingslager Wau im Südsudan
Familie sitzt auf Decken im Camp in Wau
Im Flüchtlingslager werden Nahrungsmittel ausgeteilt
Familie kocht auf Feuerstelle im Flüchtlingscamp
Frau mit Wasserkanister im Flüchtlingslager
Kochstelle im Flüchtlingscamp
Am Brunnen wird Wasser abgefüllt
Flüchtlinge sitzen unter einem Baum im Schatten vor dem Flüchtlingscamp
Frau mit Kind auf dem Arm
Gruppenbild von Kindern im Flüchtlingslager in Südsudan
Gruppe von kleinen Flüchtlingskindern zieht durch das Camp
Kinder lachen in die Kamera - Afrika
Kinder laufen durchs Camp im Südsudan
Kleines Kind schläft auf Decken im Flüchtlingslager

Hintergrund des Konflikts

Im Südsudan findet seit 2013 ein blutiger Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Rieck Machar statt. Im Juli dieses Jahres waren die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen erneut aufgeflammt. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) sind seitdem rund 60.000 Menschen auf der Flucht, vor allem Frauen und Kinder.

 

Der Südsudan wird als "jüngster Staat der Erde" bezeichnet. Am 9. Juli 2011 erlangte er seine Unabhängigkeit vom Sudan. Hauptstadt des afrikanischen Landes ist Juba. Rund zwölf Millionen Menschen leben in dem Staat, das Durchschnittsalter beträgt 17 Jahre. Während der Sudan muslimisch geprägt ist, überwiegen im Südsudan die Christen.

Don Bosco im Südsudan

Die Salesianer Don Boscos (SDB) sind in der Hauptstadt Juba, in der zweitgrößten südsudanesischen Stadt Wau und im Süden des Landes in Morobo präsent.

 

Die Arbeit begann in den 80er Jahren. In Juba und Wau leiten die Salesianer eine der wenigen technischen Berufsschulen des Landes. Schon seit mehreren Jahren ist die Pfarrei in Juba Anlaufstelle zahlloser Flüchtlinge aus entfernteren Teilen des Landes. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in Morobo.

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©Don Bosco Mission Bonn

Die vergessenen Frauen und Kinder im Südsudan

Die Weltgemeinschaft hat sie vergessen: Die Frauen und Kinder, die vor dem Gewaltkonflikt im Südsudan fliehen und in Flüchtlingscamps ums Überleben kämpfen. Mehr als 3.000 Mütter und ihre Kinder hausen mittlerweile in einem Flüchtlingscamp, das die Salesianer Don Boscos in der Hauptstadt Juba errichtet haben.

 

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