Pressemeldung Indien: Keine Arbeit - Kein Geld - Kein Essen

Eine siebenköpfige Musahar Famlie in ihrer Hütte.

Diese Familie in Nordindien wird ohne Hilfe bald hungern müssen. Der Vater ist Tagelöhner und kann wegen der Ausgangssperre nicht mehr arbeiten. ©Marco Keller, Bild herunterladen

Don Bosco startet Hilfsmaßnahmen

Arbeitsmigranten, Tagelöhner und Straßenkinder in Indien sind durch die Corona Pandemie besonders betroffen. So zwingt die staatliche Ausgangssperre Millionen von Tagelöhnern zu Hause zu bleiben. Die Folge: Sie haben kein Geld mehr für Nahrungsmittel und ihre Familien müssen hungern. Don Bosco Einrichtungen in ganz Indien haben nun erste Hilfsmaßnahmen gestartet, um den Ärmsten der Armen zu helfen.

Hungerkrise befürchtet

„Wir sind in großer Sorge, denn wir stehen in Indien erst am Anfang der Corona-Krise. Millionen Menschen leben unter der Armutsgrenze und wenn ihnen nicht geholfen wird, dann ist zu befürchten, dass aus der Corona-Krise eine Hungerkrise wird“, betont Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn.

Lebensmittel und Hygieneartikel

Die Don Bosco Einrichtungen in Indien haben deshalb damit begonnen, Lebensmittel und Hilfspakete an bedürftige Familien in ihren Gemeinden zu verteilen. Zudem werden Aufklärungs-und Präventionsmaßnahmen durchgeführt sowie Hygieneartikel und Schutzmasken verteilt.

Ängste und Unsicherheiten

“Die Menschen haben Angst und sind sehr verunsichert auch wegen der sozialen Isolation. Wir sorgen uns vor allem um landlose Familien, die auf Ziegelfeldern oder Teeplantagen arbeiten. Die staatlichen Hilfspakete erreichen sie oft nicht, da sie außerhalb der großen Städte leben“, erklärt Pater Alphonse Arulanandam SDB aus Chennai im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Auch für die Straßenkinder, die alleine auf der Straße überleben müssten, sei die Situation dramatisch. „Wie sollen sich diese Kinder schützen, wenn sie kein Zuhause haben? Wohin sollen sie gehen?“

Zeichen der Solidarität

Es gibt aber auch Solidarität zwischen den Menschen. So nähen Fischerfrauen im südindischen Bundesstaat Kerala mit ihren alten Nähmaschinen Atemschutzmasken im Akkord und verteilen sie an Bedürftige „Einen Lohn erhalten die Frauen dafür nicht, sie wollen ein Zeichen der Solidarität setzen“, so Pater Joy Nedumparambil SDB, dessen Organisation BREADS rund um die südindische Stadt Bangalore soziale Projekte und karitative Einrichtungen unterhält.

Die Ausgangssperre soll vorerst bis zum 14. April 2020 für die 1,3 Milliarden Inder*innen andauern. Ungefähr 300 Millionen Inder*innen leben unter der Armutsgrenze und sind von Hunger bedroht.

Hilfsappell von Don Bosco Bonn

Die Bonner Organisationen Don Bosco Mondo und Don Bosco Mission unterstützen die Hilfsmaßnahmen ihrer indischen Partner und rufen zu Solidarität mit den Ärmsten der Armen auf. Don Bosco Mission Bonn und Don Bosco Mondo fördern und unterstützen gemeinsam die Projekte der Salesianer Don Bosco (SDB) in aller Welt. Ziel ist es, benachteiligten Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven zu schaffen.


 

Wir vermitteln ihnen gerne Interviews mit den folgenden Gesprächspartnern:

Interviewpartner:

  • Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer Don Bosco Mission Bonn
  • Pater Alphonse Arulanandam SDB aus Chennai in Ostindien
  • Pater Joy Nedumparambil, Geschäftsführer von BREADS  in Bangalore

Spendenkonto:

Don Bosco Mondo e.V. / Pax-Bank
Konto 30 40 50 60 70 / BLZ 370 601 93
IBAN DE10 3706 0193 3040 5060 70
BIC GENODED1PAX

 

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.