Ein Jahr im Ausland

Jan Wachendorf  war 2019 als Don Bosco Volunteer in Kolumbien. Für ihn war das Auslandsjahr eine Erfahrung, die ihn  ein Leben lang begleiten wird - vor allem die Begegnungen mit den Kindern und Jugendlichen.

"Meine Erlebnisse kann mir niemand nehmen" Als Freiwilliger in Kolumbien

Als Don Bosco Volunteer hat der damals 18-Jährige im Don Bosco Programm "Derecho a soñar“ - Recht zu Träumen mitgearbeitetRegelmäßig ging der gebürtige Kölner mit Don Bosco Sozialarbeitern in die Armenviertel von Medellín. Zu seinen Aufgaben gehörten Freizeit-und Sportangebote und Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung.

Kolumbianische Lebensart

Jan wohnte in der Ciudad Don Bosco. Für mehr als 300 Kinder und Jugendliche ist das Don Bosco Zentrum ihr zu Hause. Rund 500 Jungen und Mädchen gehen hier täglich zur Schule oder absolvieren eine berufliche Ausbildung. Zu 90 Prozent sei Jans Arbeit Bespaßung der Kinder gewesen und ein wenig Büroarbeit. Schnell hat er sich in Medellín wohl gefühlt.Die kolumbianische Lebensart habe ihn verändert. „Man meckert einfach weniger. Und ich sage immer direkt, was mich stört."

"Man wird geduldiger"

Das Jahr im Ausland als Don Bosco Volunteer hat Jan sehr verändert. Seinen Dienst trat er mit möglichst wenig Erwartungen an und wollte einfach für alles offen zu sein. Jetzt weiß er, die Begegnungen in Medellín wird er nicht vergessen.

Die Vorbereitungsseminare und die Gespräche mit ehemaligen Don Bosco Volunteers haben Jan bei seinem Einsatz sehr geholfen. Wichtig sei es, keine zu große Erwartungen zu haben und für alles offen zu sein. Ihn habe das Jahr sensibler für sein Umfeld werden lassen. "Wenn man die eigene Sozialisationsblase verlässt, wird man geduldiger und demütiger."

Gefährlichste Stadt der Welt

Das Don Bosco Jugendhilfezentrum liegt hoch oben auf einem Berghang der kolumbianischen Metropole. Für ein Jahr hatte der Abiturient Deutschland den Rücken gekehrt, um einen Freiwilligendienst zu absolvieren. In einer Stadt, die lange als die gefährlichste Stadt der Welt galt. Heute hat sich das Bild der Metropole gewandelt. 2013 kürte das Wall Street Journal Medellín zur innovativsten Stadt der Welt - auch weil Kreative die Stadt bereichert haben mit Graffitis, Startups und Kulturinitiativen.

Offen sein für Neues

Die Vorbereitungsseminare und die Gespräche mit ehemaligen Don Bosco Volunteers haben ihm bei seinem Einsatz sehr geholfen. Wichtig sei, keine zu große Erwartungen zu haben und für alles offen zu sein. Ihn habe das Jahr sensibler für sein Umfeld werden lassen. "Wenn man die eigene Sozialisationsblase verlässt, wird man geduldiger und demütiger." Ganz sicher, die Begegnungen hier in Medellín hätten sein Leben verändert und bereichert.

Positive Erlebnisse

Besonders beeindruckt hat Jan die Hilfsbereitschaft und Offenheit der Kolumbianer. Sehr viel Positives hat er während seines Aufenthaltes erlebt. So zum Beispiel als die Kinder in den Armenvierteln nach Monaten der eher distanzierten Zusammenarbeit ihm zum ersten Mal strahlend entgegengelaufen seien und freudig „Profe, Profe“ gerufen hätten. Solche Erlebnisse werden ihn sein Leben lang begleiten.

Mehr Informationen:

Volontär jubelt mit Kindern beim Fußball

Don Bosco Volunteers Website

Auf der Website von Don Bosco Volunteers erfährst du alle Details zum Freiwilligendienst sowie zur Bewerbung.

Don Bosco Volontäre erzählen

Ein Jahr lang waren Jan und Leopold in Medellín. Ein Jahr, das beide verändert hat

Noch Fragen?

Die Bewerberin oder der Bewerber sollte zwischen 18 und 28 Jahren alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Voraussetzung sind ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder das Abitur. Es ist auch möglich, sich mit einem Bachelor- oder Masterabschluss zu bewerben. 

Praktische Erfahrungen im sozialen Bereich - zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit - sind von Vorteil. Das können zum Beispiel ehrenamtliche Tätigkeiten in Musik- oder Sportvereinen sein. Als Don Bosco Volunteer ist es aber am wichtigsten, offen für fremde Kulturen zu sein.

Das Freiwilligenjahr wird vom Weltwärts-Programm des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 75 Prozent gefördert. Die restlichen 25 Prozent der Gesamtkosten werden vom Träger übernommen. Vorgesehen ist, dass die Freiwilligen sich mit einem Eigenanteil an diesen Kosten beteiligen. Dies ist zum Beispiel durch den Aufbau eines Spenderkreises möglich.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Freiwillige oft erst nach sechs Monaten richtig vor Ort angekommen sind. Deswegen bieten wir nur einjährige Dienste an.

Jeder junge Mensch kann sich bewerben - unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit. Auch Bewerber ohne Konfession sind willkommen. Wichtig sind eine religiöse Offenheit und die Bereitschaft das Leben in der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos zu teilen. Teilnahme an Gebeten, Gottesdiensten und religiösen Festlichkeiten sind freiwillig.

Die Don Bosco Volunteers werden intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet. Vor der Ausreise finden drei Vorbereitungsseminare statt. Ausgebildete Trainer und ehemalige Freiwillige informieren über Themen wie Interkulturalität, die Pädagogik Don Bosco und medizinische Vorsorge.

***Corona-Krise*** Don Bosco hilft weltweit

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