Giovanni Bosco

Giovanni Bosco war ein Mensch, der andere begeistern konnte. Der katholische Priester und Seelsorger aus Turin machte sich für junge Menschen stark– besonders aus armen Familien.

Anwalt der Jugend

Giovanni Bosco stammt aus der norditalienischen Region Piemont. Am 16. August 1815 kommt er in der Nähe von Turin zur Welt. Seine Familie ist arm und lebt auf dem Land. Schon als Kind muss er zusammen mit seinen Brüdern auf dem Feld mithelfen. Ein befreundeter Pfarrer bringt dem Jungen Lesen und Schreiben bei. Mit Erfolg: Später kann Giovanni Bosco auf ein Gymnasium gehen.

Ein Priester an den Rändern der Gesellschaft

Nach dem Abitur besucht der junge Mann ein Priesterseminar.  Im Jahr 1841 wird er dann zum katholischen Priester geweiht und lässt sich in Turin zum Seelsorger ausbilden.  Hier lernt der junge Don Bosco auch die Schattenseiten der Industrialisierung kennen. Der junge Priester besucht die Arbeiterviertel und geht in Jugendgefängnisse und Krankenhäuser.

Don Bosco als Vorbild:

Pater Swanoop mit Straßenkindern in Indien

"Ich habe keine Angst! Wenn Don Bosco in meiner Situation wäre, würde er genauso handeln. Auch er würde in die Fabriken gehen, um Kinderarbeiter zu retten."

Pater Swanoop Choudhury SDB, Direktor Ashalayam in Delhi

 

Im Straßenkinderzentrum Ashalayam in Delhi leben rund 80 Straßenkinder. Auch Kinderarbeiter und Opfer von Kinderhandel sind darunter. In Delhi arbeiten viele Kinder in Teppichfabriken -  teilweise 18 Stunden am Tag. Die Kinder und Jugendlichen werden an die Fabriken verkauft. Don Bosco arbeitet eng mit der Polizei zusammen, um die Minderjährigen aus den Fabriken zu befreien.
 

Begegnungen mit Straßenkindern in Turin

Bald stellt er fest, dass immer mehr Jugendliche auf den Straßen Turins leben müssen. Die meisten schlafen unter Brücken und können nur mit Betteln und Stehlen überleben. Don Bosco lässt das Schicksal der jungen Menschen nicht mehr los und er beschließt, ihnen zu helfen. Regelmäßig trifft er sich mit den Straßenkindern auf einem Platz in der Stadt. Sie machen gemeinsam Musik und denken sich Spiele aus. Zusätzlich unterrichtet er die Jugendlichen. Schule, Spaß, Seelsorge – sein Erfolgskonzept spricht sich schnell herum. Bald hat Don Bosco mehrere Hundert Jungen versammelt.

Ein Haus für Straßenkinder

In einem Turiner Vorort pachtet er ein Stück Land mit einem Schuppen. Dort errichtet er ein Haus für Straßenkinder. Zu dem Haus gehören eine Schule, eine Kirche, Lehrwerkstätten und ein großer Spielplatz – das „Oratorium“. Später kommen ein Wohnheim dazu sowie eine Abendschule, ein Gymnasium und eine Gewerbeschule mit Druckerei. Seine Mutter Margareta übernimmt den Haushalt und unterstützt ihren Sohn.

Don Bosco als Vorbild:

"Don Bosco wollte ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder zaubern, die traurig, ängstlich und enttäuscht sind. Darum machen wir das!"

Pater Sergio Bergamin SDB, Leiter  Don Bosco Einrichtung in Constanta, Rumänien

 

Früher lebten in Constanta viele Kinder und Jugendliche in Kanalschächten. Die Salesianer kümmerten sich um diese Kinder. Pater Sergio Bergamin SDB hat bis heute Kontakt zu den jungen Erwachsenen.

Er leitet die Don Bosco Einrichtung in Constanta. Hier werden zahlreiche Bildungs-und Freizeitaktivitäten angeboten. Zudem gibt es ein Familienhaus für Kinder aus sehr problematischen Familien.

Weltweite Hilfe für Kinder und Jugendliche

Nach der Ordensgründung bilden sich auch außerhalb Turins Zentren nach dem Vorbild des „Oratoriums“. Ein Jahr später reisen die ersten Missionare nach Übersee. Es entstehen Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche in Lateinamerika, später dann weltweit. 1934 wurde Giovanni  Bosco heiliggesprochen und wird seitdem als Patron der Jugend verehrt.

Das Erbe Don Boscos

Damit seine Arbeit auch nach seinem Tod fortgeführt wird, gründet Don Bosco am 18. Dezember 1859 die „Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales“– die Salesianer Don Boscos sind geboren. Die Ordensgemeinschaft wird 1874 von Papst Pius IX anerkannt. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Don Bosco mit Maria Mazzarello die Ordensgemeinschaft der Don Bosco Schwestern gegründet.

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.