Madagaskar

Auf Madagaskar werden viele Frauen früh schwanger. Sie sind auf sich allein gestellt und müssen sich und ihr Kind selbst versorgen – ohne Schulabschluss, ohne Arbeit. So wie die 17-jährige Elisa. Hilfe und Halt erfährt sie durch das Don Bosco Projekt TAIZA.

Eine Zukunft für Teenagermütter

Elisa ist glücklich. Zärtlich streichelt sie ihrem sechs Monate alten Sohn Hernand über den Kopf. Seitdem die 17-jährige die Mutter Kind Gruppe besucht, hat sie wieder Hoffnung, dass alles gut wird. Noch vor kurzer Zeit war das ganz anders. Die junge Mutter hatte Depressionen, sah keine Zukunft für ihren Sohn und sich. Nun blickt sie zuversichtlich in die Zukunft. 

Halt und Unterstützung durch die Mutter-Kind-Gruppe

„Ich habe wieder gelernt, wie schön das Leben ist und dass auch ich eine Perspektive habe. Ich habe echte Freunde und Halt gefunden“, erzählt sie lächelnd. In der Gruppe kann sie sich mit anderen Müttern, die das gleiche Schicksal ereilt hat, austauschen. Ärztin Claire ist bei jedem Treffen mit dabei. Aufmerksam hört sie den Frauen zu und gibt ihnen Tipps. „Die meisten jungen Mütter fühlen sich mit ihren Kindern alleine gelassen. Die Väter sind weg und die Familie kann sie auch nicht unterstützen“, so die Ärztin. „Hier erfahren sie Halt und ihre Kinder werden gut medizinisch versorgt.“

Mit der Verantwortung allein gelassen

Der Vater von Hernand hat sich aus dem Staub gemacht, als der Junge einen Monat alt war. Seitdem hat die junge Frau nie wieder etwas von ihm gehört. Elisa lebt jetzt wieder bei ihrer Mutter. Zusammen mit ihren vier Geschwistern wohnt sie in einem winzigen Haus. Elisas Mutter arbeitet gelegentlich als Wäscherin und der älteste Bruder macht Gelegenheitsjobs. Das Geld reicht hinten und vorne nicht.

Das Don Bosco Projekt TAIZA:

Land der alleinerziehenden Mütter

In dem Inselstaat Madagaskar erziehen viele Frauen ihre Kinder alleine. Oft sind die Mütter noch Teenager. Besonders in den armen Gegenden gibt es viele minderjährige Mädchen, die früh Mütter werden. Fianarantsoa ist mit rund 170.000 Einwohnern eine der größten Städte der Insel. Die Armut ist nicht nur im Viertel Ankofafa, in dem die Salesianer arbeiten, sichtbar, sondern überall in der Stadt. Viele Kinder und Jugendliche leben auf der Straße. Der Staat hat sie vergessen.

Das Don Bosco Projekt TAIZA

Auch Elisa verbrachte viel Zeit auf der Straße – bis sie über Freunde das Don Bosco Projekt TAIZA kennenlernte. „Seit Hernand auf der Welt ist, nehme ich an der Mutter-Kind-Gruppe teil. Das hat mir sehr geholfen, weil ich vor allem am Anfang sehr unsicher war. Ich habe hier sehr viel gelernt und bin froh, dass Ärztin Claire da ist. Das gibt mir ein Stück Sicherheit. Sie hat mir schon in vielen Situationen sehr geholfen“, sagt die Teenagermütter und schmiegt den kleinen Hernand an sich. „Eines ist mir auch nochmal klar geworden: Ich sollte warten bis ich das nächste Kind bekomme“, fügt sie ernst hinzu.

Hilflosigkeit gemeinsam überwinden

Elisa ist froh, dass sie sich mit anderen jungen Müttern austauschen kann, wie mit Martine. Die 19-jährige ist Mutter eines kleinen Mädchens. Auch sie kann derzeit nicht arbeiten und ist auf die Hilfe ihre Mutter angewiesen. Eine Freundin hat ihr von der Mutter-Kind Gruppe erzählt: „Ich habe dort Anschluss zu anderen Müttern in der gleichen Situation gefunden. Dadurch fühle mich jetzt weniger hilflos. Besonders von Ärztin Claire habe ich viel über Hygiene und in Gesundheitsfragen gelernt. Das ist wichtig für meine Tochter, aber auch für mich. Die Frauen von Taiza sind für mich da, wenn ich sie brauche. Dafür bin ich unendlich dankbar.“ 

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.