Schulkinder im Südsudan Schulkinder im Südsudan

Südsudan

Tausende Kinder und Jugendliche leben im Südsudan auf der Straße. Viele von ihnen sind durch Gewalterfahrungen traumatisiert. Don Bosco fordert für die Betroffenen mehr psychosoziale Unterstützung.

"Der beste Platz ist die Familie"

Viele Kinder im Südsudan haben Schreckliches erlebt und sind traumatisiert. Bruder Lothar Wagner SDB ist seit Juni 2018 Koordinator für Kindesschutz in den Städten Wau und Kuajok. Der gebürtige Trierer baut unter anderen ein Schutzzentrum für Straßenkinder auf. Die Kinder und Jugendlichen brauchen vor allem psychosoziale Hilfe.

Tausende Straßenkinder leben in Wau

In Wau, der zweitgrößten Stadt des Südsudans, leben nach Angaben von UNICEF rund 1.200 Kinder auf der Straße. Unter den Straßenkindern sind auch viele ehemalige Kindersoldaten. Die Jugendlichen sind sozial ausgegrenzt. Oft wollen auch ihre eigenen Familien nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Don Bosco setzt sich für die Wiedereingliederung der ehemaligen Kämpfer in die Gesellschaft ein.

Blutiger Bürgerkrieg

Der Südsudan leidet an den Folgen eines blutigen Bürgerkrieges. Millionen Menschen flüchteten vor dem gewaltsamen Konflikt, vor allem Frauen und Kinder. Fast 400.000 Menschen starben in dem fünf Jahre dauernden Konflikt durch Gewalt, Hunger und Krankheit. Im Jahr 2018 unterzeichneten die Bürgerkriegsparteien ein Friedensabkommen. Die Sicherheitslage ist aber weiter  prekär und viele Menschen leben noch auf der Flucht.

Straßenkinder wieder aufrichten

Gerade traumatisierte Kinder, wie ehemalige  Kindersoldaten, brauchen dringend psychologische Hilfe. Doch vor Ort gibt es zu wenig pädagogisch oder psychologisch Fachpersonal.  Die Don Bosco Mitarbeiter betreuen die Kinder und bieten Hilfe an. „Wenn die Kinder schon am Boden sind, geht es darum, sie vom Boden aufzurichten“, sagt Bruder Lothar.

Rückführung der Straßenkinder in die Familie

"Ziel von uns ist es, die Straßenkinder wieder in die Familie zurückzuführen. Das ist oft ein schwieriger und langwieriger Prozess. Wir geben aber nicht auf, denn der beste Platz für ein Kind ist seine Familie." Zudem können die Jugendlichen in Wau eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker,Schweißer Maurer oder auch Schreiner machen. Die jungen Menschen sollen Zukunftsperspektiven erhalten. „Wo es Arbeit gibt, da gehen die Menschen nicht weg, sondern sie bleiben, weil sie eine Zukunft haben."

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.