Mädchen in der Ziegelfabrik Mädchen in der Ziegelfabrik

Indien

In Indien müssen viele Kinder in Ziegelfabriken arbeiten. Ihre Familien sind verschuldet und brauchen jede Unterstützung. Der Film "Zukunft statt Ziegel" zeigt eindrücklich das Leben in Passor.

Zukunft statt Ziegel

Kinderarbeit ist in Indien verboten. Trotzdem müssen zahlreiche Jungen und Mädchen arbeiten. Die meisten müssen ihre Familien unterstützen. Armut ist die Hauptursache. In Passor, im Nordosten Indien gibt es schätzungsweise 320.000 Ziegelarbeiter in der Gegend. Rund ein Drittel davon sind Kinder.

„Manche Familien sind seit Generationen hier.  Sie haben nie etwas anderes gemacht. Wir versuchen den Kindern zu zeigen, dass es ein anderes Leben als das Ziegelleben gibt“, so Pater  Mathew Kalathunkal SDB, stellvertretender Leiter des  Don Bosco Zentrums in Passor.

200 Ziegel am Tag

Tarun arbeitet täglich 10 - 11 Stunden in der prallen Sonne und formt bis zu 200 Ziegel. Im Film wird gezeigt, wie schwer die Arbeit in den Ziegelfabriken ist. Taruns Vater würde gerne alle seine Kinder in die Schule schicken. Denn Bildung ist der einzige Ausweg aus der Fabrik. Der Don Bosco Bus bringt Taruns jüngere Geschwister ins Don Bosco Zentrum. Dort besuchen sie die Schule, bekommen eine warme Mahlzeit und haben Platz zum Spielen.

Film: Zukunft statt Ziegel

Ein Stück Hoffnung für die Ziegelkinder.

Seit 2007 ist Don Bosco vor Ort, im Jahr 2011 wurde die Schule gebaut. Zurzeit sind sechs Lehrerinnen, zwei Lehrer sowie drei Salesianer vor Ort. 180 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis zehn Jahren aus acht Fabriken besuchen die Don Bosco Schule. Im Don Bosco Zentrum erhalten die Kinder auch eine warme Mahlzeit. Unterrichtet werden die Jungen und Mädchen von lokalen Lehrkräften. Am Nachmittag bringt der gelbe Don Bosco Bus die Kinder wieder zu ihren Familien. Morgen wird er wiederkommen. Auch übermorgen. Und eines Tages wird vielleicht auch Ranias Bruder Tarun einsteigen können.

In den Ziegelfabriken von Passor:

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

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