ehemalige Kindersoldatin in der Ciudad Don Bosco ehemalige Kindersoldatin in der Ciudad Don Bosco

Catalina, 19 JahreZurück ins Leben

Catalina floh von zu Hause auf die Straße. Ihr Stiefvater misshandelte sie. Den Rebellen schloss sie sich freiwillig an. Doch bald schon bereute sie diesen Schritt.

Flucht vor Gewalt

Der Tanz hilft Catalina die Vergangenheit zu vergessen. Eine Vergangenheit, die von Gewalt, Missbrauch und Unsicherheit geprägt ist. Die 19-Jährige war Kindersoldatin in Kolumbien - genau wie Manuel.

Ich lief mit 13 Jahren von zu Hause weg, weil mein Stiefvater ständig betrunken war und mich verprügelte. Er versuchte sogar, mich zu vergewaltigen.

Doch ihre Mutter, der sie sich anvertraute, glaubte ihr nicht. Dann begann sie, Drogen zu nehmen, und lebte fast nur noch auf der Straße. Auch ein Selbstmordversuch liegt hinter ihr.Schließlich schloss sie sich bewaffneten Gruppen an. Das Leben als Kindersoldatin war hart. Bei einem Militärangriff  kam ihr Freund ums Leben. Ein traumatisches Erlebnis, dass seine Spuren bei der jungen Frau hinterlassen hat. Ihr Freund war der einzige, der ihr Sicherheit und Geborgenheit geben konnte. Nach seinem Tod wollte sie nur noch weg von den Rebellen und  floh.

Zwangsrekrutierungen von Kindern

Die Rekrutierung von Kindern wurde in Kolumbien von der FARC, den ELN- Rebellen und anderen paramilitärischen Vereinigungen vollzogen. Zehntausende Minderjährige wurden allein von den FARC-Rebellen rekrutiert. Der Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten ist verboten. Weltweit sind nach Angaben von UNICEF trotzdem rund 250.000 Jungen und Mädchen als Soldaten im Einsatz. Im Zuge des Friedensabkommens zwischen Rebellen und der kolumbianischen Regierung  im November 2016 wurden zahlreiche Kindersoldaten frei gelassen. Die größte Aufgabe besteht darin sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren.