zwei Jungs vor einem Grafiti das besagt: Jede Form von Gewal ablehnen zwei Jungs vor einem Grafiti das besagt: Jede Form von Gewal ablehnen

Soziale Ausgrenzung

Kindersoldaten werden sozial ausgegrenzt. Niemand möchte mit den ehemaligen Kämpfern etwas zu tun haben - auch ihre Familien nicht. Don Bosco versucht die Jungen und Mädchen wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

"Blut an den Händen"

Die Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldaten in die Gesellschaft stellt eine große Herausforderung dar. Pater Rafael Bejarano, langjähriger Direktor der Ciudad Don Bosco in Medellín, weiß, wie schwierig es ist, Traumata zu überwinden.

Die Jungen wurden ausgebildet, um Schmerzen zuzufügen, zu töten und Leichen zu zerstückeln. Die Mädchen wurden von den Offizieren missbraucht und viele hatten Abtreibungen. Sie wissen, wie es sich anfühlt, nur noch sterben zu wollen. Diese Traumata müssen sie erst bewältigen, bevor sie die Chance auf ein neues Leben haben. 

Professionelle Hilfe

Ihre Familien oder frühere Freunde wollen oft nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie grenzen sie aus, weil sie „Blut an ihren Händen“ haben. Denn manche mussten auf Befehl der Rebellen sogar eigene Familienangehörige töten. Um die Traumata zu überwinden, brauchen ehemalige Kindersoldaten professionelle Hilfe. Bei Don Bosco sind Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. "Vor allem müssen die Jungen und Mädchen wieder die Regeln des sozialen Zusammenlebens erlernen", betont  James Areiza, Koordinator des Schutzprogrammes für Kindersoldaten der Ciudad Don Bosco.

Verantwortung für die Mitmenschen übernehmen

Die Jugendlichen haben den Großteil ihres Lebens damit verbracht, Befehle zu befolgen, ohne sie in Frage zu stellen oder gar zu widersprechen. Jetzt müssen sie wieder ganz alltägliche Formen des Zusammenlebens lernen und sie müssen Verantwortung für ihr Verhalten und ihre Mitmenschen übernehmen.

Fotoreportage - Bild 4: Soziale Ausgrenzung