Corona Krise

Das Corona-Virus breitet sich weltweit rasant aus. In vielen Ländern haben unsere Partner Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Neben Aufklärungs-und Präventionsmaßnahmen werden Kinder von armen Familien mit Essen versorgt.

Don Bosco startet weltweit Hilfsprogramme

Die Don Bosco Einrichtungen unserer Partner in aller Welt sind von den Folgen des Corona-Virus betroffen. Kindergärten, Schulen und Jugendzentren mussten schließen. Die meisten Don Bosco Mitarbeiter machen Homeoffice und ein kleines Nothilfeteam hält den Betrieb in den Zentren aufrecht. Die Versorgung in den meisten Straßenkinderzentren wird weiter sicher gestellt.

Hilfsmaßnahmen weltweit

Zahlreiche Freiwillige unterstützen die Salesianer bei der Verteilung von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Schutzmasken an bedürftige Familien.Zudem wird das digitale Angebot im Schulunterricht ausgeweitet. Präventions-und Aufklärungskampagnen zum Schutz vor dem Corona-Virus werden von den Salesianer weltweit durchgeführt.

Internationaler Aktionsplan

Das Generalat der Salesianer Don Bosco (SDB) in Rom hat per weltweiter Videokonferenz einen Corona-Aktionsplan erstellt. Hier werden die Hilfsanfragen aller Partner zentral erfasst und die Verteilung der Spenden koordiniert. Damit die Hilfe effektiv und schnell die Partner vor Ort erreicht, arbeiten Don Bosco Mission Bonn und Don Bosco Mondo eng mit den anderen salesianischen Prokuren und Organisationen zusammen.

 

Aktuelle Meldungen:

Arme Familien in Indien versorgt das Don Bosco Network mit Essen. ©SDB

150.000 Lebensmittelpakete

Das Don Bosco Netzwerk hat in Indien mehr als eine Millionen Menschen  mit einer Mahlzeit versorgt und  rund 150.000 Lebensmittelpakete verteilt. Dem globalen Netzwerk gehören 354 Don Bosco Nichtregierungsorganisationen an.

"Don Bosco Solidariety COVID 19”

Don Bosco Mitarbeiter und Freiwillige verteilten bis Mitte Mai mehr als 400.000 Schutzmasken. Im Rahmen der Kampagne “Don Bosco Solidariety COVID 19” wurden zudem die verwundbarsten und ärmsten Menschen  für Schutzmaßnahmen sensibilisiert und medizinisch versorgt. Zu den Gruppen gehören Flüchtlinge, Obdachlose, Slumbewohner, Rischkafahrer und Tagelöhner mit ihren Familien. Auch psychologische Hilfe wurde angeboten. Die Don Bosco Organisationen arbeiten bei ihrem Einsatz eng mit den lokalen Behörden zusammen.

Don Bosco Network ist ein globales Bündnis von Don Bosco Nichtregierungsorganisationen (NRO). In Nothilfefällen werden Projekte gemeinsam geplant und umgesetzt.

 

Schüler*innen des Don Bosco Colleges in Villaricca verteilen Lebensmittelspenden an arme Familien ©SDB

Lebensmittelspenden für Kinder

Mit guten Beispiel voran geht die Universitätsstadt Villaricca im Süden Paraguays. Die Schüler*innen des ansässigen Don Bosco Kollegs sammeln Lebensmittelspenden für Kinder von armen Familien. Die Hilfspakete verteilen sie dann in den  Armenvierteln der Stadt.

 Mittagessen für 700 Familien

Die Lehrer des Berufskollegs haben zudem ein kostenloses Mittagessen für bedürftige Familien im Stadtviertel  organisiert. Ehemalige Schüler*innen haben zusätzlich rund  700 Familien des Ortes mit einer Mahlzeit versorgt – immer im notwendigen Sicherheitsabstand. Für die Zukunft sind weitere Solidaritätsaktionen geplant.

 

Der Straßenjunge in Äthiopien freut sich, dass er bei Don Bosco bleiben darf ©Don Bosco Mission Bonn

In Quarantäne mit Straßenkindern

Während der Ausgangssperre ist das Don Bosco Zentrum in Addis Abeba ein Zufluchtsort für rund 400 Straßenkinder geworden. „Wir mussten unsere Einrichtung aus Präventionsgründen schließen und auch unsere Lehrer und Lehrerinnen nach Hause schicken. Die Straßenkinder aber dürfen glücklicherweise bleiben, denn sie können ja nirgendwo hingehen", sagt Pater Angelo Ragazzo SDB. Seit mehr als 30 Jahren werden Straßenkinder in dem Don Bosco Zentrum mit einer Mahlzeit und medizinisch versorgt und können am Schulunterricht teilnehmen.

Strikte Sanitär- und Abstandsvorschriften

Pater Angelo und seine Mitbrüder gehen von vielen Wochen Quarantäne aus. Hierfür haben sie verschiedene Programme auf den Weg gebracht: Es findet eingeschänkter Unterricht statt und handwerkliche und sportliche Aktivitäten werden gefördert. "Don Bosco hätte genauso gehandelt!“, ist Salesianerpater Angelo überzeugt. Zutritt zum Zentrum haben nur das Wachpersonal, die Köche und Sozialarbeiter. Alle müssen sich strikt an die Sanitär- und Abstandsvorschriften halten.

 

Die Salesianer Don Boscos verteilen Masken und Hygieneartikel in den Slums von Delhi ©SDB

Schutz für die Ärmsten

Ärzte aus Delhi begleiten die Don Bosco Mitarbeiter bei ihrem Besuch in den Slums. Sie erklären den Slumbewohnern, wie sie eine Infizierung verhindern können. Zudem verteilen sie Schutzmasken, Seife und Desinfektionsmittel. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben die Salesianer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als 5.000 Masken an Bedürftige verteilt.

Luxusware Wasser

Die Situation in den Slums ist sehr prekär. Wasser ist in den meisten Elendsvierteln Delhis Mangelware. Händewaschen ist ein Luxus, den sich gerade arme Menschen oft nicht leisten können. Hinzu kommt, dass durch die Ausgangssperre die Bewohner der Slums nicht mehr arbeiten gehen und die Familien sich kein Essen mehr kaufen können. 

 

Junge Menschen im Don Bosco Zentrum in Cali nähen Schutzmasken ©SDB

Gemeinsam gegen die Corona-Pandemie

Junge Menschen des Berufsausbildungszentrums in Cali wollen einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona Pandemie in Kolumbien leisten. Auch ehemalige Kindersoldaten nehmen regelmäßig an den Schneiderkursen in der Einrichtung teil. Sie lernen Schutzmasken zu nähen, die medizinischen Standards entsprechen.

Beitrag zum Gemeinwohl

„Die jungen Menschen kommen mehrmals am Tag zu uns und nähen mit Begeisterung“ , erklärt Pater Jesús Bolaño. Die Masken erhielten dann später bedürftige Personen, die sich sonst nicht schützen könnten. „Diese Jugendlichen, die einst Waffen getragen haben, sind jetzt Überbringer von Licht und Hoffnung“, so Pater Jesús. "Mit ihrer Hilfsinitiative unterstützen sie die Ärmsten und tragen entscheidend zum Gemeinwohl bei.“

 

Corona in Indien: Sorge um Hungerkrise

Eine siebenköpfige Musahar Famlie in ihrer Hütte.

Keine Arbeit - kein Geld - kein Essen

Corona trifft weltweit vor allem die armen Menschen.Ein Beispiel hierfür ist Indien. Millionen Menschen können durch die staatliche Ausgangssperre nicht mehr arbeiten. Dies trifft vor allem Tagelöhner und Arbeitsmigranten, die ohne Arbeit ihre Familien nicht mehr versorgen können. Die Sorge ist groß, dass aus der Corona-Krise eine Hungerkrise wird. Don Bosco hat im ganzen Land Hilfsmaßnahmen gestartet.

Junge steht an einem verlassenen Bahnsteig

Straßenkinder vor Corona schützen

Straßenkinder sind durch das Corona-Virus besonders gefährdet. Deshalb müssen sie auch vor dem Virus und seinen verheerenden Folgen geschützt werden. Pater Joy Nedumparambil SDB aus der südindischen Stadt Bangalore erzählt, wie die Organisation BREADS den Straßenkindern hilft.

Internationale Zeichen der Solidarität...

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