Trainer auf der Jugendkonferenz in Bonn Trainer auf der Jugendkonferenz in Bonn

Volunteers Plus

Viele Volunteers Plus engagieren sich in der Don Bosco Familie und sind ehrenamtlich aktiv. Die ehemaligen Volontäre geben ihre Erfahrungen auch an die neuen Auslandsfreiwilligen weiter.

Wertvolle Erfahrungen weitergeben

Seit über 20 Jahren entsendet Don Bosco Volunteers junge Erwachsene als Freiwillige ins Ausland. Nach ihrem Einsatz engagieren sich viele weiter. Sie sind Teil der Don Bosco Familie und möchten mit ihr in Kontakt bleiben. Manche der sogenannten Volunteers Plus geben ihre Erfahrungen auch an künftige Freiwillige weiter. So wirken sie bei den Vorbereitungsseminaren mit, halten Sessions ab und berichten den zukünftigen Volunteers von ihren Erfahrungen.

Treffen an Allerheiligen

Zweimal im Jahr laden wir die Volunteers Plus zu einem Treffen ein: Anfang Januar am Dreikönigstag in das Kloster Benediktbeuern und an Allerheiligen zu Don Bosco nach Würzburg. Neben einem zentralen Thema mit gesellschaftlichem Bezug geht es darum, sich wiederzusehen und auszutauschen.

Antirassismus und Interkulturalität

Viele Volunteers Plus haben sich deutschlandweit in Aktionsgruppen vernetzt. In Köln und Münster haben Volunteers Plus einen Antirassistischen Stadtrundgang entwickelt und setzen sich für ein tolerantes Miteinander ein. Für ihr Engagement wurde die Don Bosco Aktionsgruppe e.V.  2018 mit dem „Elisabethpreis“ der Caritas Stiftung ausgezeichnet.

In Regensburg und Benediktbeuern führen Volunteers Plus in den Sommerferien das Global Holiday Camp durch. Dabei geht es neben Spiel und Spaß um Interkulturalität, globales Lernen, Gesellschaft und Demokratie. 2018 erhielt die Gruppe den „Preis für Toleranz und Demokratie“ vom Stadtjugendring Regensburg.

Training of the Trainer

Zurückgekehrte Freiwillige haben wertvolle Erfahrungen im Ausland gesammelt. Diese geben sie auch an die neuen Volunteers weiter. Einige der Freiwilligen übernehmen besondere Verantwortung. Als Trainerinnen und Trainer führen sie durch die Lerneinheiten in den Vorbereitungskursen der angehenden Don Bosco Volunteers - immer in enger Abstimmung mit den hauptamtlichen Referenten.

Persönliche Weiterentwicklung

In dem Seminar, Training of Trainers, werden die Volunteers Plus auf diese ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet. Davon profitieren alle: Die neuen Freiwilligen werden von authentischen Trainerinnen und Trainern vorbereitet, die eng an ihrer Lebenswelt dran sind und die vor ihnen liegende Erfahrung aus eigenem Erleben kennen. Für die Trainerinnen und Trainer ist es eine persönliche Weiterentwicklung und ein neues Betätigungsfeld. Und für uns als Entsendeorganisation ist dieses Team eine Bereicherung an Persönlichkeiten und Methodenvielfalt. Aktuell ist die dritte Generation für unsere Freiwilligen aktiv.

Hallo Welt, hier kommen die Neuen!

Zwei ehemalige Volunteers Plus haben ihre Art der Vorbereitung auf den Auslandseinsatz aufgeschrieben und veröffentlicht. Die Ziele: Trainer-Neulinge motivieren und ihnen Vorschläge liefern. Die Handreichung liefert Sessions zu Themen wie der Motivation zum Auslandsfreiwilligendienst, interkulturellem Lernen und der Bewältigung von Konflikten. Kerstin Klesse und Elias Grondmann haben die Sessions zusammen mit anderen Volunteers Plus über drei Jahre lang entwickelt, durchgeführt und verbessert, bevor sie nun als Broschüre veröffentlicht wurden.

Noch Fragen?

Die Bewerberin oder der Bewerber sollte zwischen 18 und 28 Jahren alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Voraussetzung sind ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder das Abitur. Es ist auch möglich, sich mit einem Bachelor- oder Masterabschluss zu bewerben. 

Praktische Erfahrungen im sozialen Bereich - zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit - sind von Vorteil. Das können zum Beispiel ehrenamtliche Tätigkeiten in Musik- oder Sportvereinen sein. Als Don Bosco Volunteer ist es aber am wichtigsten, offen für fremde Kulturen zu sein.

Das Freiwilligenjahr wird vom Weltwärts-Programm des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 75 Prozent gefördert. Die restlichen 25 Prozent der Gesamtkosten werden vom Träger übernommen. Vorgesehen ist, dass die Freiwilligen sich mit einem Eigenanteil an diesen Kosten beteiligen. Dies ist zum Beispiel durch den Aufbau eines Spenderkreises möglich.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Freiwillige oft erst nach sechs Monaten richtig vor Ort angekommen sind. Deswegen bieten wir nur einjährige Dienste an.

Jeder junge Mensch kann sich bewerben - unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit. Auch Bewerber ohne Konfession sind willkommen. Wichtig sind eine religiöse Offenheit und die Bereitschaft das Leben in der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos zu teilen. Teilnahme an Gebeten, Gottesdiensten und religiösen Festlichkeiten sind freiwillig.

Die Don Bosco Volunteers werden intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet. Vor der Ausreise finden drei Vorbereitungsseminare statt. Ausgebildete Trainer und ehemalige Freiwillige informieren über Themen wie Interkulturalität, die Pädagogik Don Bosco und medizinische Vorsorge.