junge Frau mit ihrem Baby junge Frau mit ihrem Baby

Demokratische Republik Kongo

Im Ostkongo ist sexuelle Gewalt eine weit verbreitete Kriegswaffe. Die Opfer werden aus der Familie verstoßen und gesellschaftlich ausgegrenzt. Pater Dominique Kubuya SDB ist überzeugt, dass Bildung und Aufklärung Veränderungen herbeiführen können.

„Wir müssen Mädchen Alternativen bieten.“

Viele Frauen im Ostkongo müssen als Haushaltshilfen arbeiten. Doch gerade dort geht die sexuelle Ausbeutung weiter. "Es handelt sich hier um eine extreme Form der sozialen Gewalt. Die Frauen werden in den Familien missbraucht und sexuell ausgebeutet. Sie haben keine Rechte und sind vollkommen schutzlos", so Pater Dominique Kubuya SDB, Ökonom einer Gemeinde in Lubumbashi.

Zwangsheirat und Vergewaltigungen

Viele Mädchen werden zur Heirat gezwungen, damit sie der eigenen Familie nicht mehr zur Last fallen. Oft werden Mädchen als Folge einer Vergewaltigung schwanger. "Die jungen Mädchen sehen keine Chance für sich und ihr Baby und geben dann das Kind aus Verzweiflung ab. Viele junge Frauen enden auch in der Prostitution", so Pater Dominique. 

Mädchen und Frauen sind Agenten des Wandels

"Unsere Gesellschaft sollte den Mädchen Alternativen zum Heiraten bieten", erklärt Pater Dominique. Eine wichtige Aufgabe sei es deshalb, die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren. Auch die Männer müssten an diesem Prozess beteiligt werden. Wir müssen die Einstellung der Männer und unserer Kultur verändern", so Pater Dominique weiter. Hierbei spielten die Kirchen, aber auch die Medien eine wichtige Rolle. Die Salesianer Schulen im Kongo wollen vor allem die Mädchen stärken.

Zugang zu Bildung auch für Mädchen

"Wir setzen uns für die Bildung von Mädchen ein und für die Gleichheit von Jungen und Mädchen. Wir wollen zeigen, dass Mädchen wertvoll sind", betont Pater Dominique. Die Salesianer ermutigen die Mädchen auch zu studieren. Werbung wird in sozialen Medien, im Radio und in digitalen Newslettern gemacht. Neben dem Zugang zu Bildung für Mädchen ist auch das gemeinsame Spielen ein wichtiges Element. "Wir wollen zeigen, dass Mädchen auch Fußball spielen, tanzen und Spaß haben können. Hierfür bietet unser Oratorium genügend Raum. Viele Freiwillige unterstützen unsere Arbeit."

Fortschritt ist nur mit der Jugend möglich

"Wenn wir Afrika auf einen guten Weg bringen wollen, dann müssen wir jungen Menschen Werte vermitteln. Unser Land wird nur Fortschritte machen, wenn wir uns um die Jugend kümmern!", so die Bilanz des Salesianerpaters.

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@donboscomission.de Auskunft.