Kinderarbeit in DRKongo

Die Mine in Rubaya in der Demokratischen Republik Kongo zählt zu den wichtigsten Coltan-Bergwerken weltweit. Viele Kinder und Jugendliche müssen dort arbeiten. Die Salesianer Don Boscos möchten mit Bildung den Teufelskreis aus Armut und Ausbeutung durchbrechen.

Zukunft statt Ausbeutung

Hoch oben in den Bergen der Region Masisi liegt die Rubaya-Mine. Seltene Mineralien und Erze sind dort zu finden - wie Coltan. Da es in der vulkanischen Region viel und heftig regnet, wird das Coltanerz über Flüsse aus dem Berg geschwemmt und sammelt sich dann im Flussbett. Coltan ist ein wichtiger Rohstoff für Handys und deshalb weltweit heiß begehrt.

Arbeit statt Schule

In der Regenzeit ist der Boden nass und schwer. Eine volle Schaufel kann der achtjährige Tayo* nicht hochstemmen. Aber er muss weiterarbeiten, um den Reichtum des Kongo aus dem Boden zu holen: Rohstoffe wie Coltan und Kassiterit. Barfuß steht er im Matsch. Viele Stunden, manchmal den ganzen Tag. Neben ihm schuften weitere Kinder und Jugendliche. Nur wenige von ihnen haben jemals eine Schule besucht. Kinderarbeit ist in der Demokratischen Republik Kongo verboten, aber die Umsetzung des Verbots wird kaum kontrolliert.

Kinderarbeit im Kongo:

Kampf um Bodenschätze

Der Rohstoffreichtum des Kongo ist gleichzeitig sein Fluch. Seit vielen Jahren treibt der Traum vom schnellen Geld im Osten des Landes eine Spirale der Gewalt an. Konkurrierende Milizen und Banden liefern sich blutige Kämpfe auf dem Rücken der Zivilbevölkerung.

Kinderarbeiter gehören zum traurigen Alltag in den Erzminen.Schon seit Ende der 1980er-Jahre bietet Don Bosco  Hilfsprogramme in Goma an. Ziel ist es,in Zukunft 400 Kinderarbeitern Zugang zu Bildung zu verschaffen.

Große Armut

Die meisten Familien in der Region Nord Kivu sind arm. Der Tagebau ist oft die einzige Möglichkeit Geld zu verdienen. Kinderarbeit im Kongo ist verboten. Trotzdem arbeiten viele Minderjährige in der Mine. Die Arbeit in den Minen ist sehr gefährlich. Jedes Jahr gibt es Erdrutsche, denen auch Kinder zum Opfer fallen. Trotz der wertvollen Bodenschätze zählt der Kongo mit zu den ärmsten Ländern der Welt.

Kein Geld für Schulgebühren

Viele Familien können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht bezahlen. Deshalb schicken sie die Kinder schon früh in die Minen. Der Lohn ist gering und reicht gerade für die Kleidung und etwas zu Essen. Tausende Minderjährige schuften in den Minen im Kongo. Viele bis zu acht Stunden am Tag.

Don Bosco gegen Kinderarbeit:

Recht auf Kindheit

160 Millionen Kinder sind weltweit von Kinderarbeit betroffen. Viele sind auch Opfer von Menschenhandel.

In den Don Bosco Zentren gehen die Kinderarbeiter zur Schule oder erlernen einen Beruf. Das erhöht ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz.

Zugang zu Bildung

Die Salesianer bieten armen Familien Unterstützung und Hilfsprogramme an. In Zukunft sollen 400 Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung erhalten. „Der Teufelskreis aus Armut und Ausbeutung kann nur mit Bildung durchbrochen werden“, sagt P. Jean-Pierre Muhima Mutaka SDB, Leiter des Don Bosco Projektbüros in Goma.

Brückenkurse für Kinderarbeiter

Die Kinderarbeiter nehmen am Unterricht teil.  Oder besuchen Brückenkurse als Vorbereitung auf die Regelschule.  Die meisten Jungen und Mädchen haben noch nie eine Schule besucht.  Berufbildungskurse erhöhen die Chancen auf eine selbständige Zukunft. 

Noch Fragen?

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorgers Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für die Jugend einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Don Bosco Mission Bonn fördert Projekte der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in circa 80 Ländern. Schwerpunktländer sind:

  • Afrika: Demokratische Republik Kongo, Ghana, Elfenbeinküste, Kenia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Uganda.
  • Asien: Indien, Myanmar,Philippinen, Vietnam
  • Ozeanien: Papua Neuguinea, Salomonen
  • Lateinamerika: Argentinien, Bolivien, Haiti, Kolumbien, Peru
  • Nahost: Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei
  • Osteuropa: Albanien, Republik Moldau, Rumänien

Eine Übersicht finden Sie in unserer Länderkarte.

In unseren Projekten fördern wir Kinder und Jugendliche weltweit, die am Rand der Gesellschaft leben oder Gefahr laufen, ausgegrenzt zu werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, eine zerrüttete Herkunftsfamilie, Drogenerfahrung, Aberglaube, Leben im Slum, Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe oder aufgrund der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Wir engagieren uns für junge Menschen in Not – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Herkunft und Weltanschauung.
Damit das Leben dieser jungen Menschen gelingt!

Don Bosco Mission Bonn veröffentlicht seine Jahresberichte im Internet. Auf Wunsch können sie auch zugesandt werden. Der Jahresbericht informiert über die Struktur von Don Bosco Mission Bonn, die Mitarbeiter, Mittelverwendung sowie Einnahmen und Ausgaben. Sollten Sie noch zusätzliche Fragen haben, gibt der Spender-Service Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info(at)donboscomission.de Auskunft.

Damit das Leben junger Menschen gelingt